16.07.2018

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand verabschieden Schutzkonzept

Prävention gegen sexualisierte Gewalt

Zum Ende der Wahlperiode haben Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand noch ein wichtiges Thema auf die Bahn gebracht. Das verabschiedete institutionelle Schutzkonzept (ISK) dient der Sicherheit von Schutzbefohlenen in der Pfarrei und soll zu einem achtsamen Miteinander beitragen.

Das gesamte Schutzkonzept finden Sie hier. Es folgt eine Zusammenfassung:

Kreise mit besonderem Risiko

Besonderes Augenmerk wird auf die Kinder- und Jugendgruppierungen, sowie auf schutz- oder hilfebedürftige Erwachsene gelegt, die mit dem Begriff „Schutzbefohlene“ bezeichnet werden.

Hier sind zum Teil Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse denkbar, teils aufgrund von Altersunterschieden zwischen Leiter/in und Gruppe, teils aufgrund der sozialen Rolle bzw. der sozialen Position der Personen.

Derzeit gehören beispielsweise dazu:

- Messdiener/innen

- Jugendchor/Kinderchor/Instrumentalkreis

- Pfadfinder/innen

- Kommunionkinder

- Firmlinge

- Seniorenkreise

- Pflegesituationen, Krankenversorgung

Situationen mit besonderem Gefahrenpotenzial

Mögliche Gefahrenpotenziale werden in einer 1:1 Situation gesehen, in der sich ein Erwachsener allein mit einem Schutzbefohlenen befindet.

Zu solchen Situationen gehören zum Beispiel:

- Gruppenstunden

- Zeiträume vor und nach Gruppentreffen im Kinder- und Jugendbereich, in denen die Kinder in Eigenverantwortung ohne Betreuung durch unsere Mitarbeiter/innen auf den Gruppenbeginn warten bzw. den Heimweg antreten

- Betreuungssituationen während Ferienfreizeiten, Ausflügen, Veranstaltungen mit Übernachtungen

- Hausbesuche zur Krankenkommunion

Hauptamtlich Mitarbeitende des Pastoralteams der Pfarrei

Kirchliche Rechtsträger tragen die Verantwortung dafür, dass nur Personen mit der Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung von Schutzbefohlenen betraut werden dürfen, die neben der erforderlichen fachlichen auch über die persönliche Eignung verfügen. Weiterhin gilt die Verpflichtung zur Teilnahme an den in der Präventionsordnung des Bis-tums Essen vorgesehenen Präventionsschulungen.

Ehrenamtlich Mitarbeitende in der Pfarrei

In der Regel sind die für eine ehrenamtliche Tätigkeit in Frage kommenden Personen schon vor der Betrauung mit einer Aufgabe persönlich bekannt, sodass die persönlichen Eignung und Qualifikation ausreichend eingeschätzt werden kann.

Bieten sich bislang Unbekannte für Tätigkeiten an, dann verschafft sich die bestehende Gruppe der jeweiligen Betreuer/innen einen Eindruck über deren Qualifikation für die Arbeit und deren charakterliche Eignung.

Es geht darum, die persönliche Eignung zu prüfen und über ein  erweitertes Führungszeugnis und Selbstauskunftserklärung  sowie einen Verhaltenskodex und vereinbarte Beschwerdewege Sicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

Beschwerdewege

Bei Verstößen gegen die im ISK beschriebenen Verhaltensregeln ist der Präventionsbeauftragte der Pfarrei zu informieren. Jede Beschwerde ist zu dokumentieren.

In akuten Notfällen ist es jederzeit möglich das Jugendnotruftelefon des Jugendamtes der Stadt Es-sen (Tel. 0201/265050) zu kontaktieren.

Seitens des Bistums Essen stehen folgende Ansprechpartner/innen zur Verfügung:

Bischöfliche Beauftragte für die Prüfung von Vorwürfen sexualisierter Gewalt

Angelika von Schenk-Wilms

Zwölfling 16 | 45127 Essen

Mobil 0151 57150084 | angelika.vonschenk-wilms@bistum-essen.de

Vertreter der o. g. Bischöflichen Beauftragten

Karl Sarholz

Zwölfling 16 | 45127 Essen

Mobil 0171 3165928 | karl.sarholz@bistum-essen.de

Dieses Schutzkonzept wird allen haupt- und ehrenamtlich Tätigen der Pfarrei nach Inkrafttreten ausgehändigt, der Erhalt und die Anerkennung der Regeln – insbesondere des Verhaltenskodex – muss durch Unterschrift bestätigt werden (Anlage 3).

Die unterschriebenen Erklärungen werden vom Präventionsbeauftragten der Pfarrei gesammelt und verschlossen aufbewahrt.

Weiterhin gilt die Verpflichtung zur Teilnahme an den in der Präventionsordnung des Bistums Essen vorgesehenen Präventionsschulungen (siehe ISK-Leitfaden des Bistums Essen, Seite 26-27).

Präventionsbeauftragte der Pfarrei:

Karolin Symolka, erreichbar über das Pfarrbüro (0201 69 90 10)