31.08.2020

Danke! ...wofür?

...neulich in Abbas.

Man sitzt nicht immer am selben Platz im Gottesdienst. Mal ein Paar Reihen weiter vorne, mal weiter hinten. Diesmal verschlägt es mich auf die linke Seite. Ich nehme Platz vor einer Karte, die mir die Stelle weist. Mit gebührendem Abstand zu den nächsten Karten. Corona halt. So mag es auch in den anderen Kirchen unserer Pfarrei sein. Diesmal begrüßt mich neben dem Pfarrei-Logo ein "Willkommen!". Eine schöne Geste, wie ich finde.

Darunter handschriftlich ergänzt: "Danke!"

Ich muss schmunzeln.

Mein erster Gedanke: Da will jemand den Kugelschreiber testen.
Mein zweiter: Nein! Wahrscheinlich nicht. Das ist ernst gemeint.

Keine Für-Bitte. Einfach ein Danke.

Mein dritter Gedanke: Ein wenig erinnert es mich an die Dankestafeln aus den vorigen Jahrhunderten, die man in so manchen historischen Kirche sehen kann. Goldenen Schrift auf Mamor. Hier: Blauer Kugelschreiber auf Papier. Doch die Worte sind die selben.

Wofür mag die-, oder derjenige gedankt haben? 

Für den Willkommensgruß?
Für die offene Kirche?
Für die Messdiener, die uns am Eingang in Empfang nehmen?
Für die Gottesdienste?
Für die Mitglieder der Chöre, die für uns stellvertretend singen?
Für die Küster, Lektoren, Kommunionhelfer und Organisten?
Für die Gemeinschaft?
Für die zahlreichen Hilfsangebote, u.a. der Pfadfinder?
Für die langsam wieder anlaufende Routine?
Für das in Gang kommende Gemeindeleben?
Für diejenigen, die all dies ermöglichen?
Für das Ehrenamt?
Für das Leben?
...?

Es gäbe noch weitaus mehr aufzuzählen innerhalb und außerhalb unserer Gemeinden, was uns dankenswert und erwähnenswert erscheint.

Wem oder was auch immer der Danke-Schreibers gedankt haben mag, auch ich möchte mich dem Wort auf einfache Weise anschließen:

Danke!

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